Die öffentlich-rechtlichen Internetangebote beschäftigen seit einiger Zeit Politik und Medien. Hauptstreitpunkt war und ist die Gebührenfinanzierung der Angebote. Das Budget, das für Onlineangebote öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten verwendet werden darf, umfasst derzeit 0,75% der gesamten Gebühreneinnahmen. Im Zuge des 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrags soll diese Grenze nun durch aufwändige Testverfahren (sog. Drei-Stufen-Tests) ersetzt werden.

Das Marktforschungsinstitut SKOPOS widmete sich in einer bevölkerungsrepräsentativen Studie der aktuellen Debatte um die Rolle des öffentlich-rechtlichen Rundfunks im Internet und der Akzeptanz der Gebührenfinanzierung von Onlineangeboten öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten. Hierzu wurden 1004 Personen online befragt

Generell wird die neue, flexible Form der Gebührenfinanzierung der bisherigen, starren Regelung vorgezogen. Jeder Zweite könnte sich aber auch eine Finanzierung der öffentlich-rechtlichen Internetangebote durch Werbung oder kostenpflichtige Inhalte anstelle der Gebührenfinanzierung vorstellen.

Rund zwei Drittel der Befragten nehmen durchaus Unterschiede zwischen dem Onlineangebot öffentlich-rechtlicher und privater Rundfunkanstalten wahr. In der Summe werden die Internetangebote der Öffentlich-Rechtlichen positiver bewertet als die der privaten Sender

Während Attribute wie Seriosität, Objektivität, politische Unabhängigkeit sowie Sorgfalt und Kompetenz bei der Recherche weit häufiger dem Onlineangebot der öffentlich-rechtlichen Anbieter zugeschrieben werden, verbinden die Befragten die Angebote der Privaten eher mit Unterhaltung, interaktiven Möglichkeiten und Ansprache eines breiten Publikums.