Die Dominanz des Internets als Informationsquelle für Gesundheitsthemen stellt die Gesundheitsbranche, vor allem Ärzte und die Pharmaindustrie, vor große Herausforderungen. Zu diesem Ergebnis kommt die diesjährige Gesundheitsstudie, die das Marktforschungsinstitut SKOPOS zusammen mit MSL Germany bereits zum dritten Mal durchgeführt hat. In einem Online-Panel wurden 1.001 Personen online-bevölkerungsrepräsentativ zu ihrem Informationsverhalten über das Thema Gesundheit befragt.

 

Das Internet dominiert. Mit 74% der Befragten gab die Mehrheit an, das Internet als Quelle für allgemeine Gesundheitsthemen zu nutzen, gefolgt vom Fernsehen mit 63% und den Printmedien mit 56%. Ärzte werden hier von nur 41% zu Rate gezogen. Wikipedia ist mit 55% die wichtigste Online-Plattform, gefolgt von den Seiten der Krankenkassen (51%) und den Angeboten der Ärzte und Apotheker (50%). Social-Media-Seiten spielen bei den Befragten keine Rolle: Facebook und Twitter besitzen mit 12% bzw. 8% aktuell noch wenig Relevanz bei Fragen rund um die Gesundheit.

 

Weitere wichtige Erkenntnis: Patienten legen bei Gesundheitsfragen die für das Internet typische Erwartungshaltung an den Tag. Fragen müssen schnell und kompetent beantwortet werden. Das Internet dient den Patienten mehr und mehr dazu, sich auf das Wissensniveau der Gesundheitsbranche zu heben. Inhalte müssen auf die Bedürfnisse der Nutzer eingehen und immer aktuell sein. Sonst werden sie nicht als nützlich anerkannt. Insgesamt genießen Ärzte nach wie vor großes Vertrauen in der deutschen Bevölkerung. Doch ihr Monopol in Sachen Information ist durch das Internet gebrochen. Online-Angebote der Pharmaindustrie hingegen leiden unter dem allgemeinen Reputationsverlust der Branche. Sie stoßen oft auf Misstrauen.

 

Kontakt

Sollten Sie Interesse an dem kompletten Ergebnisbericht dieser Studie haben,

wenden Sie sich bitte an:

Till Winkler

Phone: +49 (0)2233-9988-880

Research Manager

till.winkler@skopos.de

 

Weitere Informationen:

SKOPOS Gesundheit 2012 Präsentation

SKOPOS Gesundheit 2012 Broschüre